Mobilitätsservice des Verkehrsverbundes VBB könnte finanzielle Förderung verlieren
Mit dem Service können beispielsweise gehbehinderte und blinde Fahrgäste eine Begleitung für Fahrten mit Bus und Bahn buchen. Zur Erhaltung des wichtigen Angebots wurde nun eine Petition gestartet. Von Stefan Jacobs.
Ebenfalls auf der Streichliste steht laut „RBB“ der vom Senat mitfinanzierte Mobilitätsservice des Verkehrsverbundes VBB, bei dem beispielsweise gehbehinderte und blinde Fahrgäste eine Begleitung für Fahrten mit Bus und Bahn buchen können. In einer Befragung für den VBB Ende 2024 wurde das Angebot von den Nutzern mit 98,3 Prozent (sehr) guten Noten nicht nur herausragend bewertet, sondern auch für existenziell befunden: 96 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie nicht allein ans Ziel gekommen wären. Täglich wird der 2008 etablierte Service von 80 bis 100 Menschen genutzt – auch deshalb, weil Berlin noch weit von der seit 2022 (!) gesetzlich vorgegebenen Barrierefreiheit im ÖPNV entfernt ist.
Ein erblindeter Berliner hat eine Online-Petition zur Erhaltung des Begleitservices gestartet, die bis Sonntagabend mehr als 18.000 Menschen unterschrieben hatten. Und was sagt Ute Bonde dazu? „Mobilität ist ein Menschenrecht! Seit 15 Jahren schon ermöglichen die roten Engel des VBB Bus&Bahn-Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen Wege, die allein unerreichbar wären. (…) Auch für die Begleitenden ist diese Arbeit ein wertvoller Stabilisator, der Selbstbewusstsein fördert und ein regelmäßiges Einkommen ermöglicht. Ich werde alles daransetzen, dass dieser wertvolle Service auch in Zukunft mit gesicherter Finanzierung angeboten werden kann.“ Der Haken: Das Zitat stammt vom Dezember 2023, als Bonde noch VBB-Chefin war und nicht CDU-Verkehrssenatorin.