Das sind Berlins nervigste Baustellen: SPD-Funktionäre über ihren persönlichen Frust

Unter diesem Motto laden drei Berliner SPD-Kreise zur Diskussion ein. Vorab haben Mitglieder der Partei beim Checkpoint über die Baustellen gesprochen, die sie am meisten frustrieren. Von Ann-Kathrin Hipp

Das sind Berlins nervigste Baustellen: SPD-Funktionäre über ihren persönlichen Frust

Baustellen scheinen oft ewig zu bestehen, starten zur Unzeit – und bleiben dann tagelang verwaist. Muss das so sein?“, fragt die Partei, die seit der Wende in Berlin mitregiert. Aber immerhin: Unter dem Motto „Berlins nervigste Baustellen“ laden die SPD Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf am Montag zum „großen Bürgerdialog“ (Anmeldung hier), um das Problem zu analysieren. Die Mitdiskutanten haben wir vorab gefragt, welche für sie persönlich die nervigste ist.

Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe nennt die Baustelle Leipziger Straße/ Gertraudenbrücke: „Ich habe eigentlich einen kurzen Weg vom Büro ins Rote Rathaus, mit dem Dienstwagen in der Regel nur 5 Minuten, wegen der Baustelle aber manchmal 20 Minuten. Immer ist dort ein langer Stau, auch die Linienbusse der BVG werden ausgebremst, für Radfahrende und Fußgänger ist es eine Zumutung. Die Baustelle besteht schon ewig, man sieht aber auch keine Bauarbeiter, das nervt!“

Für Ex-Bausenator Andreas Geisel ist es die Treskowallee in Karlshorst: „Auf dieser verkehrsreichen Straße bauen die Berliner Wasserbetriebe, die BVG und das Land Berlin einander abwechselnd und unkoordiniert seit nunmehr 15 Jahren auf 3 Kilometer Länge eine neue Regenentwässerung, Bahngleise und die Fahrbahndecke. In all diesen Jahren wurde bisher bei jedem (!) einzelnen Bauabschnitt jede (!) angegebene Zeitdauer verfehlt. Bald muss diese Baustelle aufgrund ihrer Dauer unter Denkmalschutz gestellt werden …“

Tre-Kö-Bürgermeister Oliver Igel wählt „aus aktuellem Anlass“ die Kreuzung an der Wuhlheide: „Die Sperrung ist eine Katastrophe – noch schlimmer ist die fehlende Perspektive, wann die Kreuzung wieder frei ist.“ Für den Abriss der Brücke wurde jedenfalls noch kein Unternehmen gefunden.

Und auch SPD-Chef Martin Hikel setzt mit der Ringbahnbrücke auf einen aktuellen Hit: „Besonders ärgerlich ist, dass notwendige Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur hier nicht frühzeitig geflossen sind. Umso besser ist es, dass auf Bundesebene nun ein Sondervermögen existiert, von dem auch die Hauptstadt profitieren muss.“ Das ist er wohl, der Hoffnungsschimmer!