Drei Jahre Wartezeit auf eine funktionierende Ampel

Zur Reihe „Exponate fürs Berlin-Museum“ heute: die Ampelschaltung Prellerweg (Schöneberg). Am 18. Oktober 2016 wurde hier eine „verkehrsabhänge Steuerung“ in Betrieb genommen, aber leider „war es nicht möglich, zwischen den Lichtzeichenanlagen eine ursprünglich vorgesehene Kommunikation herzustellen“, wie es in der Verkehrsverwaltung heißt. Die Folge: ewig lange Wartezeiten, massive Bürgerbeschwerden. Also wurde die „verkehrsabhängige Steuerung“ wieder außer Betrieb genommen. Was war passiert? Wurde vergessen, den Ampeln das Morse-Alphabet beizubringen? Wurde die beabsichtigte Gleichschaltung aus politischen Gründen sabotiert? Nein, schlimmer: Die Kommunikationsstörung zwischen den vereinsamten Lichtzeichenanlagen ergab sich „aufgrund einer fehlenden Kabelverbindung“. Tja, und sowas zusammenzustöpseln, das dauert in Berlin, zumal offenbar alle verfügbaren Elektriker am BER den Kabelsalat sortieren. Erst jetzt, kurz vor dem dritten Jahrestag, wird das Schweigen der Leuchten beendet – als elektrifizierendes Vereinigungsdatum gab die Verwaltung Ende August bekannt. Es kommentiert Willy Brandt: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ (Q: Anfrage Florian Kluckert)