Neues aus dem Berliner Verkehrslabor: Reihenweise Gewerbeabmeldungen in der Friedrichstraße

Auf der Friedrichstraße soll nachts Tempo 30 eingeführt werden. Dabei ist auf der großen Straße in Mitte laut Verkehrsverwaltung sowieso nichts mehr los, viele Läden haben dicht gemacht. Von Anke Myrrhe und Christoph Papenhausen

Neues aus dem Berliner Verkehrslabor: Reihenweise Gewerbeabmeldungen in der Friedrichstraße
Foto: imago images/Jürgen Ritter

Wie steht’s eigentlich um die Friedrichstraße? Das berühmteste Verkehrslabor Deutschlands hat bekanntlich Wahlen entschieden und auch sonst viel Wahnsinn verbreitet. Neueste Umdrehung: Nachts soll (Senatsplänen zufolge) auch hier bald Tempo 30 gelten. Dabei ist die Straße mehr als tot, wie aus der Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht: Demnach haben in den vergangenen zwölf Monaten „87 Unternehmen mit Betriebsstätte in der Friedrichstraße ihr Gewerbe abgemeldet“. „Ob dadurch in größerem Umfang Leerstand entstanden ist, ist aus den Daten der Gewerbedatenbank aber nicht erkennbar.“ Müssen Sie folglich selbst mal hinschauen (falls Sie da mal vorbeischauen). Allerdings sind im Jahr 2024 auch 30 Einzelhandelsbetriebe neu angemeldet worden, „ so dass eine leicht positive Entwicklung zu beobachten ist“.

Hm, ist denn zur positiven Entwicklung zum Beispiel die Nutzung der ehemaligen Galeries Lafayette (die kürzlich „Au revoir“ gesagt haben)  als Standort für die Zentrale Landesbibliothek beabsichtigt? Antwort: „Eine Entscheidung zur möglichen Nutzung des Gebäudes der Galeries Lafayette wird voraussichtlich bis Ende des Jahres 2024 getroffen.“ Bitte gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen.