Über die Brandmauer gegen Rechts geschielt: Grüne in Berlin-Kreuzberg stimmen mit der AfD gegen besseren Klimaschutz

Ausgerechnet im traditionell linken Innenstadtbezirk stimmten die Grünen-Verordneten gemeinsam mit der AfD – um einen Antrag für mehr Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern. Von Lorenz Maroldt

Über die Brandmauer gegen Rechts geschielt: Grüne in Berlin-Kreuzberg stimmen mit der AfD gegen besseren Klimaschutz
Die Bezirksverordneten in Friedrichshain-Kreuzberg bei einer Sitzung. Foto: Imago/Christian Ditsch

Bei der Berliner CDU steht laut Wegner die „Brandmauer“ zur AfD – aber wie sieht es bei den Grünen aus? In Friedrichshain-Kreuzberg haben sie jedenfalls gerade hinübergeschielt: Ausgerechnet, um einen CDU-Antrag für mehr Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern (es ging um 35.000 Euro für Regentonnen), stimmten die Grünen-Verordneten gemeinsam mit der AfD dagegen (DS/0830-02/VI) – peinlicherweise auch noch vergebens.

Und nach dem Motto „Einmal ist keinmal“ machten sie's gleich nochmal (DS/0830-03/VI): Sowohl gemeinsam wie auch einsam (und deshalb letztlich wieder vergebens) stimmten allein die Grünen mit der AfD gegen eine bessere Beleuchtung im Görlitzer Park. Was ihre Abstimmungspartner ansonsten von der Bezirksdemokratie halten, machten die AfD-Verordneten direkt im Anschluss klar: Gleich nach der Wahl verließen sie den BVV-Saal – allerdings nicht, ohne ihr Sitzungsgeld zu kassieren.