Christian Schertz zum Checkpoint-Jubiläum: Wünsche, Lob und kritische Worte

Wir können uns da nicht beschweren (Grüße gehen raus an die überzeugendsten Kolleginnen und Kollegen der Welt!)! Noch einmal schlafen, dann wird der Checkpoint zehn Jahre alt! Zahlreiche Weggefährten haben bereits gratuliert, heute ist Deutschlands bekanntester und berüchtigtster Medienanwalt an der Reihe: Christian Schertz.

Für ihn das Beste in den vergangenen 10 Berlin-Jahren: „Dass durch den architektonisch gelungenen Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses das Stadtbild der historischen Mitte Berlins wieder hergestellt wurde.“

Für die nächsten 10 Berlin-Jahre wünscht er sich „mehr Miteinander und ganz konkret, dass Juden in Berlin keine Angst mehr haben müssen, mit der Kippa durch die Stadt zu laufen.“ Die aktuelle Lage beunruhigt Schertz: „Ich hätte nie geglaubt, dass wir jemals wieder so eine Situation in Berlin zu beklagen haben könnten, wie sie gerade ist.“

Und was ist der Checkpoint für ihn? „Zunächst einmal ein erfolgreiches und in seiner Art auch einzigartiges Beispiel dafür, wie Zeitung heute geht und erfolgreich sein kann. Ich würde mir hinsichtlich der Tonlage manchmal etwas weniger Häme in Bezug auf die politisch Verantwortlichen wünschen und häufiger lesen wollen, was ihnen gelungen ist und nicht, was sie nicht hinbekommen haben.“

Morgen unternehmen wir einen wilden Ritt durch eine Dekade Hauptstadt-Wahnsinn: Checkpoint-Erfinder Lorenz Maroldt rekapituliert zehn Jahre Checkpoint und Berlin. Es geht um die geheime Formel zur Eröffnung des BER, um Betriebsstörungs-Bingo und Behördenpingpong, um Sternstunden und Pleiten, Pech und Pannen – sehr unterhaltsam!