Kranzniederlegungen zum 75. Jahrestag der Befreiung

Am Freitag ist Freitag – weil ausnahmsweise ein Feiertag. Denn vor 75 Jahren wurden Deutschland und die Welt am 8. Mai 1945 vom Nationalsozialismus befreit. Die Kranzniederlegungen an den sowjetischen Ehrenmälern in Schönholz, im Treptower Park und im Tiergarten finden wegen der Pandemie „unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit“ statt, wie die russische Botschaft bedauernd mitteilt. Um an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges und auch an die Schuld der Deutschen am weltweiten Massenmord zu erinnern, hat der Tagesspiegel intensiv zur dramatischen Zeit von Befreiung und Neuanfang recherchiert. Besonders bewegend sind dabei die Tagebücher aus den letzten Kriegstagen in Berlin (aufbereitet von Moritz Honert und Andreas Conrad; zu finden hier) sowie eine bisher unbekannte Geschichte des kleinen Mädchens Gerda, deren Ermordung im Zuge der sogenannten „Euthanasie“ erst jetzt durch die Familie der Opfer und der Täter aufgeklärt werden konnte (rekonstruiert von Anna-Theresa Bachmann; nachzulesen hier). Auf den Straßen der Stadt liegt unsere Geschichte. Es ist wichtig, sie für unser Gedächtnis aufzuheben.