„Adler Group“ lässt Mieter in Steglitz im Kalten sitzen
Seit Montag müssen die Mieter in einem Haus der großen „Adler Group“ frieren. Und was kommt von selbiger außer warmen Worten? Bislang herzlich wenig. Von Lorenz Maroldt.
Wir steigen ein paar Preisstufen abwärts und schauen mal wieder bei jenen vorbei, die zwangsweise cool sind, weil ihre Massenvermieter sie mit kaputter Heizung tage- und auch wochenlang dem nächsten Kälteeinbruch entgegenzittern lassen (siehe CP seit 2014). Heute klingeln wir in einem Haus in Steglitz, es gehört der „Adler Group“ (70.000 Wohnungen im Bestand), Heizungsausfall seit Montag. Ein Mieter berichtet: „Am Montag versicherte uns der Vermieter, dass sie sich darum kümmern. Aber der für Haus zuständige Sachbearbeiter war nie zu erreichen. Heute wurde uns eine andere Person als zuständig genannt, die allerdings von der Sache selbst noch gar nichts wusste.“ Dazu ein Blick auf die Selbstbeschreibung der „Adler Group“: „Es ist unsere Mission, das Leben unserer Mieter zu bereichern, indem wir Qualitätswohnungen anbieten, in denen sie lange wohnen wollen. Denn wir glauben, dass es sich für alle lohnt, jetzt und in Zukunft Zufriedenheit bei Mietern und Kommunen zu schaffen.“