„Überall wird diskutiert!“

Trotz Regen will Fridays for Future heute groß am Brandenburger Tor demonstrieren. Die Klimakrise sei inzwischen „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen, meint der Sprecher der Aktivisten. Von Ann-Kathrin Hipp

„Überall wird diskutiert!“
Foto: Tom Weller/dpa

„Co­ro­na ist nur ei­ne Del­le. Die Emis­si­ons­kur­ve von Koh­len­di­oxid steigt schon seit Jahr­zehn­ten ste­tig an“, schreibt Kollege Patrick Eickemeier heute im Tagesspiegel. Die Erde könnte sich bis zur Jahr­hun­dertwende um drei bis fünf Grad erwärmen. Genau aus diesem Grund gehen am heutigen Freitag wieder weltweit KlimaaktivistInnen auf die Straße. #KeinGradWeiter: 2500 Proteste soll es „Fridays For Future“ zufolge geben. In Berlin sind mehrere Fahrraddemos und eine 10.000-Menschen- Kundgebung vor dem Brandenburger Tor geplant. Auf die Frage, was sich seit den ersten FFF-Demos verändert hat, antwortet Sprecher Quang Anh Paasch: „Das Bewusstsein. Vor zwei Jahren waren es noch die ‚Ökos‘, die sich um Klimafragen gekümmert haben, mittlerweile ist das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Überall wird diskutiert.“ Bis hin zum rot-rot-grünen Senat? „Eigentlich würde man bei so einem Bündnis ja denken, dass es progressiv ist, aber da muss noch mehr Bewusstsein geschaffen werden.“ Bisher seien es eher einzelne Abgeordnete, die sich für ihre Belange interessieren.