Acht Monate nach Horror-Autounfall: Wegen fehlendem Gutachten noch immer keine Anklage gegen Täter
Nach dem grausamen Unfall auf der Leipziger Straße, bei dem eine Mutter und ihr vierjähriger Sohn starben, kann noch immer keine Anklage gegen den 83-jährigen Täter erhoben werden. Von Stefan Jacobs.
Am Sonntag war Weltgedenktag der Vereinten Nationen für die Straßenverkehrsopfer. Anlass, sich an einen der schlimmsten von viel zu vielen schlimmen Unfällen zu erinnern, die in diesem Jahr auf Berlins Straßen passiert sind: Acht Monate und elf Tage ist es her, dass ein Autofahrer auf der Leipziger Straße eine querende Mutter und deren vierjährigen Sohn totfuhr, als er auf dem Radfahrstreifen am Stau vorbeiraste. Juristisch ist der Fall bisher nicht ansatzweise aufgearbeitet: Auf CP-Anfrage teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass das Sachverständigen-Gutachten zum Hergang des Unfalls immer noch nicht vorliege. Deshalb werde „voraussichtlich erst im ersten Quartal 2025“ entschieden, wie es mit dem Verfahren gegen den 83-Jährigen weitergehe.
Die Zahl der seit Jahresbeginn im Berliner Straßenverkehr Getöteten ist am Wochenende auf 47 gestiegen: Die Polizei meldete den Tod zweier Radfahrer.