Berliner Bürokratie auf Zack: Hotel mit Geflüchteten in Treptow-Köpenick lobt Flüchtlingsbehörde

Nach einem Notruf in Bezug auf die Essensverpflegung der 150 dort untergebrachten Flüchtlinge aus der Ukraine, handelte das LAF umgehend und effektiv. Von Anke Myrrhe.
 

Berliner Bürokratie auf Zack: Hotel mit Geflüchteten in Treptow-Köpenick lobt Flüchtlingsbehörde
Foto: Joachim Schulz/Imago

Dass bei diesen enormen Flüchtlingszahlen in Berlin nicht immer alles glatt läuft, ist verständlich, hilft den Betroffenen aber auch nicht weiter. Seit Mittwochabend sind im Hotel „Das Schmöckwitz“ an der Grenze zu Brandenburg 150 Geflüchtete untergebracht. Am Donnerstagvormittag erreicht uns ein Notruf per Mail, der die Verpflegung betrifft: „Für heute haben wir noch nichts bekommen und versuchen den Vormittag erst mal mit Rewe und Hotel Penta zu überbrücken. Aber da ist noch nichts klar! Es sind auch einige Kleinkinder dabei. Ich bitte dringend um Ihre Hilfe,“ schrieb Robert Schaddach, Chef des Tourismusvereins Treptow-Köpenick, an einen Caterer und das Landesamt für Flüchtlinge (LAF). Schaddach hat die Unterbringung der Menschen mit organisiert – und gestern dann auch selbst eingekauft und Suppe organisiert.

Doch siehe da, auch die Berliner Bürokratie wächst derzeit über sich hinaus: Bereits am Nachmittag hatte er den Vertrag des Caterers auf dem Tisch. „Der bringt dann heute Abendbrot und Frühstück gleich mit, und dann geht das hoffentlich so weiter“, sagt Schaddach. „Aller Anfang ist schwer, aber die Mitarbeiter im LAF muss ich dennoch mal loben. Die leisten schon einen sensationellen Einsatz, und das findet man auch nicht überall in Berlin. Das Lob können die glaube ich auch mal gebrauchen.“ Zwischenfazit des Berliner Engagements: Es läuft nicht immer alles gleich. Aber es läuft.