Ex-Linker wird Brandenburgs Innenminister

Immerhin in Brandenburg soll das Regieren wieder ruhiger werden. Nachdem SPD-Innenministerin Katrin Lange den Brandenburger Verfassungsschutzchef mit zweifelhafter Begründung gefeuert hatte und daraufhin selbst gehen musste, steht nun ihr Nachfolger fest: der parteilose René Wilke, zurzeit Bürgermeister in Frankfurt an der Oder. Mit dem früheren Linke-Politiker grenzt sich der zuletzt orientierungslos wirkende Ministerpräsident Dietmar Woidke wieder konsequent von der inzwischen auch in Brandenburg als rechtsextremistisch eingestuften AfD ab.

Wilke machte als Bürgermeister der Grenzstadt an der Oder eine grenzübergreifende, aber bei der Migration auch eine begrenzende Politik. Sein Maßstab blieb dabei immer die Menschlichkeit. „Ich kann den fast 1000 ukrainischen Menschen in unserer Stadt nicht gegenübertreten und eine Position vertreten, die dafür sorgen würde, dass ihr Land überrannt wird“, sagt Wilke im vergangenen Sommer zur Begründung seines Austritts aus der Linken. Die letzte Wandlung der Partei in Ostdeutschland zur Irgendwie-muss-man-Putin-ja-auch-verstehen-Vertretung wollte er nicht mehr mitmachen. Wie seine Wahl bei der märkischen SPD ankommt, lesen Sie auch in unserem wöchentlichen Tagesspiegel-Newsletter „Im Osten“zum kostenlosen Abo geht es hier.