Nach Schulplatzdrama: Linke will Zahl der Berliner Gemeinschaftsschulen verdoppeln

Mehr Gemeinschaftsschulen sollen helfen, Probleme wie lange Fahrtwege, keine Plätze an Wunschschulen und Kämpfe um Noten zu verringern. Die Familien sollen entlastet werden. Von Anke Myrrhe und Stefan Jacobs.

Nach Schulplatzdrama: Linke will Zahl der Berliner Gemeinschaftsschulen verdoppeln
Foto: dpa / Daniel Karmann

Weniger erfreulich ist, was gerade viele Kinder und Jugendliche erleben: keinen Platz an der Wunschschule, lange Fahrtwege, Kampf um die besten Noten ab der dritten Klasse. Die Linksfraktion will diesen und anderen unbestrittenen Problemen des Berliner Schulsystems unter anderem mit mehr Gemeinschaftsschulen begegnen: „Das Wegfallen des obligatorischen Schulwechsels nach Klasse 6 nimmt massiv Stress aus den Familien“, sagte Franziska Brychcy, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion dem Checkpoint. Einfacher dort einen Platz zu bekommen, ist es allerdings auch nicht:

Im Schuljahr 2022/23 gab es laut Statistik der Linken 950 Bewerbungen auf 550 Plätze. Durch Schulneubau, Umwandlung oder Fusion von bestehenden Schulen will die Linke die Anzahl der Gemeinschaftsschulen bis 2031 verdoppeln – von 27 auf 54. Welche Schulen dafür wegfallen sollen, verraten sie vermutlich erst nach der Wahl.