„Freiwilliges Engagement ist systemrelevant“
Der Senat will Helfern besser helfen. Deswegen soll jetzt ermittelt werden, wie Ehrenamtliche „zielgerecht“ unterstützt werden können. Von Ann-Kathrin Hipp
Berlins Zivilgesellschaft leistet mit „unzähligen solidarischen Aktionen und einer Welle der Hilfsbereitschaft (…) einen großen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise“, heißt es in einer Unterlage des Regierenden, die dem Senat am Dienstag vorgelegen hat – und der Senat will den Helfern helfen. Eine wissenschaftliche Studie soll analyiseren, wie die Zivilgesellschaft die „tiefgreifenden Veränderungen und Herausforderungen“ meistert und welche zielgerichtete Unterstützung sie ggf. braucht, um dauerhafte und strukturelle Brüche zu vermeiden. Die Stadtentwicklungsverwaltung ermittelt den Bedarf an Unterstützung für nachbarschaftliche Initiativen. Corona-bedingte Kosten (z.B. für Gehälter oder Mieten) sollen im Rahmen der Möglichkeiten als zuwendungsfähig anerkannt werden, Corona-bedingte Umwidmungen (z.B. zur Digitalisierung) ebenso. „Wir alle spüren, wie sehr es in diesen Krisenzeiten auf Zusammenhalt ankommt. Ich bin froh, dass wir bei der Engagementförderung alle an einem Strang ziehen“, sagte Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) dem Checkpoint am Abend. „Allen ist bewusst, dass freiwilliges Engagement systemrelevant ist.“