Das Bangen um die Warschauer Straße 25 geht weiter

Grünen-Baustadtrat Florian Schmidt setzt noch immer alles daran, das Vorkaufsrecht für das baufällige Haus auszuüben. Nach Checkpoint-Informationen laufen noch immer Gespräche zwischen Bezirk und Senat, das Unterfangen bleibt weiter ungewiss. Von Christian Latz und Jessica Gummersbach.

Das Bangen um die Warschauer Straße 25 geht weiter
Foto: Imago / Jochen Eckel

Die Drähte glühen heiß zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der Senatsbauverwaltung. Bis Donnerstag muss der Bezirk erklären, ob er für das baufällige Haus in der Warschauer Straße 25 das sogenannte Vorkaufsrecht zieht – und damit die Mieterinnen und Mieter womöglich vor einer Verdrängung schützt. Grünen-Baustadtrat Florian Schmidt setzt alles daran, das Vorkaufsrecht auszuüben – ist dabei aber auf die politische und finanzielle Unterstützung des Senats angewiesen. Möglich wäre ein Vorkauf wohl nur über eine landeseigene Wohnungsgesellschaft. Ein Modell über die berlinovo hatte der zuständige Finanzsenator vergangene Woche abgelehnt.

Ob andere landeseigene Wohnungsunternehmen in Frage kommen? Eher nicht, hieß es gestern Mittag von der Senatsbauverwaltung. „Zu Landesunternehmen hat sich der Finanzsenator bereits geäußert, dem ist von uns nichts hinzuzufügen“, teilte ein Sprecher dem Checkpoint mit. 

Am Abend folgte dann aber noch ein „Nachschärfen“ der Antwort: Es würden noch Gespräche zwischen Bezirk und Senat laufen. Nach Checkpoint-Informationen auch darüber, ob nicht doch eine LWU einspringen kann. Ein Wohnungskrimi nach Berliner Art.