Zehntausende Spritzen in einem Jahr: Die erschreckende Drogenbilanz vom Leopoldplatz

Ein Bericht von Mittes Suchthilfekoordinatorin zeigt, wie ernst das Problem mit den Hinterlassenschaften der offenen Drogenszene ist. Ab April soll es ein Konsummobil vor Ort geben. Von Christian Latz.

Zehntausende Spritzen in einem Jahr: Die erschreckende Drogenbilanz vom Leopoldplatz
Symbolbild / Foto: imago/photothek/Liesa Johannssen

Wer in den vergangenen Monaten rund um den Weddinger Leopoldplatz unterwegs war, hat viel Elend gesehen. Teilweise aggressive Junkies in desolatem Zustand, die öffentlich in ausuferndem Maße harte Drogen konsumieren – und ihre Utensilien oft einfach zurücklassen. Die kaum vorstellbare Bilanz dieses Problems: 21.883 Spritzen hat der Verein Fixpunkt 2022 rund um den Leopoldplatz im öffentlichen Raum eingesammelt, heißt es in einem Bericht der Suchthilfekoordinatorin des Bezirks Mitte, der dem Checkpoint vorliegt. Weitere 9120 Spritzen landeten in Sammeleimern. Pro Tag macht das insgesamt 85 Stück. Vom Senat organisiert soll es immerhin ab April ein Konsummobil vor Ort geben.