Studierende fordern Stopp der Waffenlieferungen: Hörsaal der FU besetzt
Apropos Studierende: Am Dienstag haben 50 Aktivist:innen der Gruppe „Young Struggle“ den Hörsaal 2 der FU besetzt. Die Aktion stellte sich gegen angeblich „kriegstreibende Absichten“ Deutschlands. Das berichtet die Unizeitung „Furios“. Weiter forderte die Gruppe den Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine sowie die „Auflösung aller imperialistischen Bündnisse – ob NATO oder EU“. Außerdem solle sich die FU einer Zivilklausel verschreiben, nach der nicht zu militärischen Zwecken geforscht werden dürfte. Laut Verfassungsschutz steht „Young Struggle“ der in der Türkei verbotenen „Marksist Leninist Komünist Parti“nahe.
Die FU kommentiert auf Checkpoint-Anfrage wenig besorgt: „Die Veranstaltungen der Gruppe im Hörsaal 2 wurden am späten Nachmittag abgeschlossen und der Raum kurz danach von allen beteiligten Personen unaufgefordert verlassen.“ Die Uni befürworte, wenn sich Studierende für „gesellschaftlich relevante Themen engagierten und den kritischen Dialog dazu führten“ – solange dies im legalen Rahmen geschehe. Besetzungen seien aber kein geeignetes Mittel zum Protest.