Wegen hebräischer Schrift auf dem T-Shirt: Paar wird aus linker Kneipe geworfen
Und damit zurück zu den dunklen Zeiten: Ein Paar ist am Freitag aus dem linken Café „K-Fetisch“ (sprich: Kaffeetisch) in Neukölln geworfen worden – offenbar allein wegen eines hebräischen Schriftzugs auf dem T-Shirt, wie es die Frau unserem Kollegen Alexander Fröhlich schildert.
Ob das Hebräisch sei, habe die Mitarbeiterin am Tresen gefragt, und dann gesagt, sie bediene keine Zionisten. „Sie begann, mich lautstark zu beschimpfen, ich würde den Genozid in Gaza unterstützen, Hebräisch sei die Sprache des Unterdrückers“, schildert es die Betroffene zwei Tage später. „Und dass sie keine Menschen wie mich in ihrem Café dulden würden.“ Besonders perfide: Das „Falafel Humanity Shirt“, das die Frau trug, ist Teil eines Charity-Projekts, um Frieden und Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern. Doch das ist offenbar nicht mehr willkommen – selbst nicht in einem sogenannten Kollektiv-Café, das ein „Safe Space“ für queere Menschen sein soll und sich gegen Rassismus, Sexismus und Diskriminierung engagiert.