Was ein gelöschter Text über die wahren Ziele des Kreml aussagt
Der große Widerstand der Ukrainer hat den Kreml überrascht – darauf lässt unter anderem ein Kommentar schließen, den die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti und das Propaganda-Portal Sputnik schon am Samstagmorgen veröffentlichten – und rasch wieder löschten. Der Text offenbart die wahren Ziele des Moskauer Regimes: Darin schreibt Ria-Kolumnist Pjotr Akopov, dass „vor unseren Augen“ eine „neue Welt geboren“ wird. Die „russische Militäroperation“ habe eine neue Ära eingeläutet. Russland sei dabei, seine Einheit wiederherzustellen. Die Tragödie von 1991 – also der Zerfall der Sowjetunion – sei überwunden.
Wladimir Putin habe – „ohne einen Tropfen Übertreibung“ – eine historische Verantwortung auf sich genommen, indem er beschlossen habe, die „Lösung der ukrainischen Frage nicht künftigen Generationen zu überlassen“. Akopov schreibt, jetzt sei dieses Problem gelöst: „Die Ukraine ist zu Russland zurückgekehrt.“ Zum Schluss heißt es: „Russland hat den Westen nicht nur herausgefordert, sondern ihm auch gezeigt, dass die Ära der westlichen globalen Dominanz endgültig vorbei ist.“ Die Analyse meiner Kollegin Maria Kotsev lesen Sie hier.