Asbest, Reifen, Autowracks: Müll-Hotspot vor dem Amtsgericht Wedding
Ungestraft erfolgt in Berlin die Sperrmüll-Entsorgung zumeist auf der Straße. In Mitte geht es inzwischen so weit, dass direkt unter den Augen der Justiz der Giftmüll gestapelt wird. Von Lotte Buschenhagen und Margarethe Gallersdörfer.
Berlins liebste Running Gags: Bürgeramtstermine und ihre Abwesenheit – und natürlich der Berliner Sperrmüll. Vor der Haustür der Autorin stand zum Beispiel das gesamte Frühjahr ein verlassener Kühlschrank samt Antifa-Aufklebern. Das ist aber nüscht gegen die Berge, die Checkpoint-Leser Max vor dem Amtsgericht Wedding gefunden hat. „Am Brunnenplatz, wo ,Babylon Berlin’ regelmäßig historische Aufnahmen macht, türmt sich immer wieder der Müll.“ Autoreifen habe er dort schon gefunden, Dachpappe, Bauschutt, Autowracks, alte Motorroller. „Heute die Krönung: Dort liegt ein großer weißer Sack mit der Kennzeichnung ,Achtung, enthält Asbest’ einfach so rum“ (Fotos liegen dem Checkpoint vor). Kennt das Bezirksamt den Hotspot? Auf Anfrage hat sich bis Redaktionsschluss niemand geregt. CP-Leser Max kommentiert: „Letzte Woche drehte hier übrigens erst ,Liebling Kreuzberg 2.0’. Das passt doch alles irgendwie nicht zusammen.“
Grund für eine kleine Checkpoint-Erhebung.