Extreme Gefahr von Rechts

Vor einem Jahr wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke von einem mutmaßlichen Neonazi erschossen. Im Oktober 2019 attackierte der schwer bewaffnete Judenhasser Stephan Balliet die Synagoge in Halle. Im Februar 2020 feuerte in Hanau der Rassist Tobias Rathjen in zwei Shishabars auf Menschen mit Migrationshintergrund – tötete erst 10 Menschen und anschließend sich selbst. Deutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus und das Potenzial für weiteren Terror ist groß. 13.000 Rechtsextremisten hält das Bundesamt für Verfassungsschutz inzwischen für „gewaltorientiert“. 65 stuft das BKA als Gefährder ein. Sicherheitskreise schildern zwei Risikogruppen. Diejenigen, die seit der „Flüchtlingskrise“ radikalisiert sind und sich in der Coronakrise noch mehr aufheizen und diejenigen, die bis dato ruhig geblieben sind und sich jetzt emotionalisieren lassen. „Der nächste Attentäter könnte ein hochgradig erregter Impfgegner sein, bei dem sich die Wut auf Angela Merkel und den Staat mit der Dämonisierung von Bill Gates zu explosivem Wahn vermischt“, schreibt mein Kollege Frank Jansen. Gefährliche Extreme.