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Encore
Seit aus der ehemaligen Krausnicker Zeppelinwerft keine Luftschiffe mehr kommen, sondern Badeurlauber (die Werft beheimatet das heutige „Tropical Island“), ist es um die hiesige alternative Luftfahrt still geworden – außer natürlich beim BER, wo man alles mögliche tun kann, außer Fliegen. Ein bisschen gleicht das der Wahlberliner Tomás Saraceno aus. Der aus Argentinien stammende Künstler hat vor einigen Tagen mit einem Luftballon emissionsfrei und leise in Argentinien sechs Weltrekorde wie Flughöhe (272,1 m) und Distanz (2,56 km) gebrochen. Sein Ballon ist Pechschwarz und so gestaltet, dass die Luft sich schon bei geringem Sonnlicht ausreichend erhitzt, um aufzusteigen und bis zu 250 Kilogramm zu transportieren – ohne Brenner oder Superleichtgase. Natürlich sind das noch keine Leitungsdaten für den öffentlichen Verkehr. Aber man wird sich doch mal in die Höhe fantasieren dürfen. Wer übrigens, wie ich, beim Wort Fantasien zur Zeit Faschisten liest, hat eine Ahnung von den Ausmaßen der zum Höhenflug verklärten Talfahrt der Thüringer Ministerpräsidentenwahl. Aber das ist ein anderes Thema.