75 Jahre DDR
Zum Abschied schalten wir noch einmal in die Vergangenheit. Veranstaltung im Babylon Mitte am Samstagabend, gefeiert wird nichts weniger als: 75 Jahre DDR. Mit dabei mein Kollege Daniel Friedrich Sturm. Und das liest sich dann so:
„Da kommt er! Da kommt er!“ ruft ein mittelalter Mann in Lederjacke begeistert seinem Nachbarn zu. Über den Seiteneingang betritt Egon Krenz, 87, den Kinosaal. Spontaner Applaus. Die Orgel spielt den „Kleinen Trompeter“, ein „Kampflied der Arbeiterklasse“. Die Gäste in der ersten Reihe erheben sich, reichen Krenz die Hand. Krenz (weißes Hemd, Anzug, keine Krawatte) humpelt ein wenig, winkt ins Publikum, nimmt Platz.
[…]
„Wir haben uns öfter mal E-Mails geschrieben“, sagt ein Herr zu Krenz. „Was?“, fragt Krenz, er hört nicht so gut. „Wir haben uns öfter mal E-Mails geschrieben, vor Jahren schon“, sagt der Fan: „Aber Sie bekommen ja von allen möglichen Leuten E-Mails.“ „Ja, ja“, antwortet Krenz, und bleckt seine Zähne. Noch immer donnert die Heimorgel, nun das sowjetische Pionierlied „Immer lebe die Sonne“.
Den ganzen, herrlichen Text können Sie hier nachlesen. Und damit entlassen wir Sie in die graue Berliner Realität. Träumen Sie lieber von anderen Dingen!