Vom Fan zum Fußball-CEO: Hertha-Präsident Bernstein wollte ursprünglich Kindergärtner werden
Kay Bernstein ist seit einem Jahr Chef der alten Dame. Als Hüter des lange sich selbst entrückten Clubs scheint er nicht weit entfernt von seinem früheren Berufswunsch. Von Robert Ide
Schnell rüber gepasst zu Hertha BSC, seit Jahren Berlins Spielball selbst geschaffener Kapriolen. Der bisher älteste Verein der Fußball-Bundesliga hat nach dem Abstieg wegen seiner waghalsigen Finanzlage nur mit Ach und Krach die Lizenz für die zweite Spielklasse erhalten.
Auf dem Vereinsgelände am Olympiastadion ist von Depression dennoch wenig zu spüren. Junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wuseln durch die Geschäftsstelle, im Fanshop gehen Dauerkarten über den Verkaufstresen – und der seit einem Jahr amtierende Präsident Kay Bernstein, einst selbst Fan in der Ostkurve, sitzt entspannt im Tagungsraum.