EM-Tippspiel und Farbenlehre
In unserem EM-Tippspiel kam es am Samstag zum Patt, deswegen gehen Checkpoint-Leserin Drea Berg und Medienanwalt Christian Schertz hier morgen in die Verlängerung. Ob jemand in der 119. Minute noch einen reinköpft oder es doch Elfmeterschießen gibt? Wer gewinnt, darf im Halbfinale gegen Schnuppen-Königin Naomi Fearn antreten.
Gibt uns etwas Zeit, uns noch mal den EM-Absurditäten zu widmen, diesmal: Farbenlehre.
Deutschland präsentiert sich pretty in pink hatte ich vergangene Woche anlässlich der guten Stimmung auf den Straßen geschrieben (Text hier). Das brachte einen Leser mit dem schillernden Namen „B.J. aka Deep Purple“ (witzig) so sehr auf den Bananenbaum, dass er mir einen Leserbrief schickte. Die Auswärtstrikots der deutschen Mannschaft (Adidas-Marketing-Coup dieser EM) seien überhaupt nicht pink, sondern „viel eher dem Farbspektrum Purpur zuzuordnen, googeln Sie doch mal die Farbskala.“ Okay, kann man so sehen, aber Deep Purple war noch nicht fertig: „Wer immer und aus welchen Gründen das Schlagwort PINK in die Welt für das Trikot in die Welt gesetzt hat, irrt bzw. hat einen Sehfehler. Typisches Beispiel für fake news – warum Sie diese bereitwillig verbreiten, statt zu korrigieren, ist meine Frage an Sie?“ Tja, wenn angebliche Fake News nur immer so farbenfröhlich daherkämen, hätten wir ein paar Sorgen weniger.
Es kommentiert Fanforscher Klaus Zeyringer (Interview hier):
„Ich glaube eher, dass die auffallende Trikotfarbe Pink gewählt wurde, weil sie zur Karnevalisierung des Fußballs besser passt als schwarz-weiß.“ In diesem Sinne: Alaaf oder Helau, Purpur oder Pink, Hauptsache am Ende locht einer ein. Am Dienstag geht’s weiter mit Frankreich gegen Spanien.