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Obsthändler von Lankwitz hört auf
Wie macht man sich eigentlich zum Obst? Zum Beispiel, indem man schlechtes Obst verkauft. Mehdi Salmani Edrissabadi ist das noch nie passiert. Der Iraner, der 1990 nach Berlin kam, versorgt Lankwitz seit 27 Jahren mit frischem Obst. Sein Verkaufsmotto ist so süß wie eine reife Frucht: „Ich möchte, dass die Leute, wenn sie am Sonntag zu Hause sind und einen Granatapfel essen oder eine Orange, ihr Obst genießen können. Dasmuss in Ordnung sein, ich kann ja nicht ihren Sonntag verderben.“ Seinen Stammkunden schenkte er jede Woche eine Blume.
Am morgigen Sonnabend schließt der 72-Jährige sein Geschäft, in dem sich der Kiez auch zur gegenseitigen Nachbarschaftshilfe traf, für immer. „Ich serviere mein bestes Obst, es gibt Kaffee und Tee“, kündigt Edrissabadi an. „Es ist für mich ein Dankeschön-Tag.“ Dies ist eben das Geheimnis von leckerem Obst: ein guter Kern.