Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sabine Baeß (61), ehem. Eiskunstläuferin / Rolf Bähr (83), ehem. Vorstand der Filmförderungsanstalt (1990-2004), ehem. Präsident des Deutschen Seglerverbandes (2005-2013), mehrfacher Welt- und Europameister der Tempestklasse (Segeln) / Anna von Bayern (44), Journalistin und Autorin / Frank-Peter Hansen (66), Philosoph und Schriftsteller / Bernd Jakob „60 Jahre und kein bisschen leise. Bleib wie du bist, in Liebe, dein Flori“ / Josef Joffe (78), Mitherausgeber der Zeit / Udo Kittelmann (64), ehem. Direktor der Nationalgalerie Berlin / Elisabeth Plessen (78), Schriftstellerin / Hermann Rudolph (83), Journalist, ehem. Chefredakteur, Mitherausgeber des Tagesspiegels / Gerhard Seyfried (74), Zeichner, Grafiker und Autor / nachträglich: „Herzliche Glückwünsche auch von Fam. Belusa aus der Beckerstr.(Friedenau) an Herrn Horst Martin (Hermsdorf) zum 90ten sowie Grüße an die Familie!!!“
Gestorben – Dr. med. dent. Doris Delhougne, * 27. Oktober 1937 / Catherine Halfmann, * 5. Oktober 1951 / Eberhard Jahn, verstorben am 4. März 2022 / Renate Schwerin, verstorben am 11. März 2022 / Ton Veerkamp, * 19. November 1933
Stolperstein – Klara Jacob (geb. Schultze) wurde heute vor 117 Jahren, am 15.03.1905, in Berlin geboren. In Neukölln war Klara zu Hause, dort ging sie zur Volksschule und besuchte auch eine Fürsorgeeinrichtung. Später wohnte sie mit ihrem Ehemann, Paul Jacob, den sie 1924 heiratete, in der heutigen Silbersteinstraße 97, 1925 bekamen die beiden einen Sohn. 1933 wurden in Nazi-Deutschland die Erbgesundheitsgerichte eingeführt, diese sollten über die Unfruchtbarmachung vermeintlich „erbkranker“ Menschen entscheiden. Klara Jacobs wurde nach zahlreichen Untersuchung ein sogenannter „angeborener Schwachsinn“ diagnostiziert, daraufhin wurde sie im Mai 1940 mittels Röntgenstrahlung unfruchtbar gemacht. Die Berlinerin wurde in die Tötungsanstalt Brandenburg überwiesen, wo sie am 12.07.1940 vergast wurde. Klara Jacob ist eine von mehr als 300.000 Menschen, die als psychisch Kranke und geistig Behinderte galt und im Rahmen der sogenannten Euthanasiemorde zwischen 1940 und 1945 unter strenger Geheimhaltung in deutschen Tötungsanstalten ermordet wurden. In der Silbersteinstraße in Neukölln liegt seit November 2009 ein Stolperstein, um an Klara Jacob zu erinnern.