Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Anakonda-Klaus, der Handwerks-Alleskönner, Technik-Freak, Firmen-Furchtloser, Star-Koch und Wein-Kenner wird 69. KG Klaus Schröter Du bist ein Gigant. Grüße aus dem 4.“ / Marianne Buggenhagen (69), Leichtathletin im Behindertensport / Marian Gold (68), Musiker (Alphaville) / Jörg Heiser (54), Professor und Dekan an der Universität der Künste / Lukas Klünter (26), Fußballspieler bei Hertha BSC / „Horst „Kölschi“ Kölschbach hat heute Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch der rheinischen Frohnatur mit kleinen Jahrzehnte bestehenden tiefen Verästelungen in Berlin“ / Magdalena Kožená (49), Mezzosopranistin / „Erwin Luczak (92), Lieber Papa, Opa, Ur-Opa - alles Gute zu diesem besonderen Tag - Claudia, Hannah und Lars“ / „Liebe Martina herzlichen Glückwunsch zum letzten 50er Geburtstag. Alles Liebe aus Malle wünschen Gabi und Angelika“ / Rainer Merkel (58), Schriftsteller / Jonas Reckermann (43), ehemaliger Beachvolleyballspieler / „Für die Frau, der mein Herz gehört: Liebste Shmoulik, zu Deinem 58. Geburtstag wünsche ich Dir weiterhin beste Gesundheit, Sonne im Herzen und uns Beiden atemberaubende Spiele AdAF & Away, endlich wieder atemberaubende Konzerte im verschwitzten Underground und sowieso viele schöne gemeinsame Zeit. Ich liebe Dich. Shmaboudi“
Gestorben – Hannelore Ingrid Borchardt, * 25. Januar 1942 / Helmut Peter Borchardt, * 22. Februar 1943 / Prof. Bernd Albers, * 20. Juli 1957, Architekt BDA / Claudia Münzenberg, * 3. Mai 1965, Hochschulverwaltungsobersekretärin / Prof. Manfred Wilke * 2. August 1941 in Kassel
Stolperstein – Willi Klüsener wurde am 27. Mai 1880 geboren. Im Alter von 29 Jahren trat er der SPD bei und wirkte für die Sozialdemokratie von 1920 bis 1930 als (ehrenamtlicher) unbesoldeter Stadtrat in Berlin-Lichtenberg. Zuletzt war er Betriebsleiter der Städtischen Straßenreinigung Lichtenbergs. Im Jahr 1933 wurde er aufgrund der NS-Gleichschaltung aus dem Dienst bei der Stadt hinausgeworfen. Lange Zeit stellungslos, kehrte er (spätestens 1941) in seinen alten Beruf als Bestattungsredner zurück. Er nutzte seine Reden bei Beisetzungen von gesinnungstreuen bzw. verfolgten SPD-Anhängern und Gewerkschaftern wiederholt dazu, um versteckt Kritik am NS-Regime zu üben. Im Oktober 1943 erhielt er deswegen Redeverbot für das Krematorium Baumschulenweg. Im August 1944 wurde er verhaftet und schließlich am 30. Oktober 1944 vom Berliner Kammergericht wegen „Wehrkraftzersetzung“ zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Zunächst im Zuchthaus Brandenburg eingesperrt, überstellte man den Gefangenen Mitte Februar 1945 ins Zuchthaus Hameln, wo der 65-jährige Willi Klüsener am 26. April 1945, heute vor 77 Jahren, den Strapazen (angebliche „Herzschwäche“) erlag. An der Grünberger Straße 6 in Friedrichshain erinnert seit 2009 ein Stolperstein an Willi Klüsener.