Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): Die seit ca. zwei Wochen bestehende Sperrung der Ausfahrt Waidmannsluster Damm (stadteinwärts) wird in den Mittagsstunden wieder aufgehoben.
A100 (Stadtring): Die seit Anfang letzter Woche bestehenden Einschränkungen in Fahrtrichtung Wedding zwischen AS Kaiserdamm und AS Spandauer Damm werden ab ca. 22 Uhr unter laufendem Verkehr zurückgebaut. Auch die Einfahrt Kaiserdamm wird dann wieder geöffnet.
Kreuzung Mehringdamm/ Yorckstraße/ Gneisenaustraße: Ab mittags ist auf dem Mehringdamm in beiden Richtungen sowie auf der Yorckstraße vor dem Mehringdamm jeweils nur noch das Linksabbiegen untersagt.
Allee der Kosmonauten (Marzahn): In Richtung Raoul-Wallenberg-Straße ist hinter Poelchaustraße bis Anfang Mai die Fahrbahn auf eine Spur verengt.
Edisonstraße (Oberschöneweide): Hier beginnen endgültige Markierungsarbeiten auf dem Radweg.
Attilastraße (Steglitz): Stadteinwärts sind die Bauarbeiten abgeschlossen, stadtauswärts bleibt die Fahrbahn noch bis Ende Mai auf einen Fahrstreifen verengt.
S-Bahn: Von 22 Uhr an bis 22 Uhr am 1. Mai fährt die S5 nicht zwischen Friedrichsfelde Ost und Mahlsdorf. Die Züge fahren zwischen Karlshorst, Ostkreuz und Westkreuz. Zwischen Friedrichsfelde Ost und Ostkreuz helfen die Linien S7 und S75 weiter, zwischen Hönow, Wuhletal, Frankfurter Allee und Alexanderplatz auch die U5. Zwischen Mahlsdorf und Friedrichsfelde Ost ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Weitere große Einschränkungen auf diesem Streckenabschnitt werden folgen.
Gericht – In einem Prozess um zehn Einbrüche in Pkws kommt ein 38-Jähriger auf die Anklagebank. Die Autos seien in einer Tiefgarage beziehungsweise auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt gewesen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 820).
Heimuniversität – „Alles ist plötzlich Experiment geworden. Und wir alle sehen uns dazu gezwungen, auf allen möglichen Ebenen zu experimentieren. Aber was heißt das eigentlich? Wann ist ein Experiment ein Experiment?“ Fragen, die Prof. Dr. Stephan Porombka, Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der Universität der Künste, in einer wöchentlichen Audio-Vorlesung erörtert. Sie können sogar ein eigenes Laborbuch schreiben oder sich einfach nur „weiterführende Gedanken machen“ – zur ersten Folge geht es hier.
Berlin vor 75 Jahren – 30. April 1945 (Tag 10 der Schlacht um Berlin): „(…) Von Halensee kamen viele Flüchtlinge, darunter auch mein Zahnarzt Simonis mit seiner Frau und seiner Gehilfin. Sie haben erst vor einem Vierteljahr ihren einzigen, reizenden Sohn im Kriege verloren. Jetzt ist ihr Haus abgebrannt, das alle Terrorangriffe überstanden hatte. Die Russen haben mit Brandmunition hineingeschossen. Nichts konnten sie retten. (…) Und morgen ist der 1. Mai!!! Am Kalender steht ‚Nationaler Feiertag des deutschen Volkes!‘ – Er wird dieses Jahr für das deutsche Volk gleich einem Weltuntergang sein, denn alles das, was deutsche Welt ist und sich so bezeichnen darf, geht unter, längst nicht nur das nationalsozialistische Reich. Wir können tatsächlich unsere alten Reichsfarben hinaushängen, ‚Schwarz, Weiß, Rot‘, mit der Auslegung ‚Schwarz‘ als Farbe der Trauer, des Unterganges, ‚Weiß‘ – weil wir daran unschuldig sind, denn diese Politik ist eine solche des Willens zur Macht gewesen und nicht nur von unserer Seite, und ‚Rot‘, als Begrüßung der Russen! (…)“
An dieser Stelle lesen Sie bis zum 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai Auszüge aus den Tagebüchern des Berliner Verlegers Curt Cowall.