Berlin heute
Verkehr – A115 (AVUS) stadtauswärts zwischen der AS Spanische Allee und Kreuz Zehlendorf: wegen Vegetationsarbeiten auf eine Spur verengt (heute und morgen jeweils 7-16 Uhr), die Einfahrt AS Spanische Allee ist während der Arbeiten gesperrt.
Rudolf-Rühl-Allee (Köpenick): ab ca. 6 Uhr gesperrt zwischen An der Wuhlheide und Köpenicker Straße (bis Samstagmittag). FußgängerInnen können passieren, Radfahrende werden gebeten, ihr Rad über den ca. 45 Meter langen Baustellenbereich zu schieben.
Glienicker Weg (Köpenick) Richtung Adlergestell: Hinter der Spindlersfelder Straße ist von 9 bis 16 Uhr nur ein Fahrstreifen frei.
Kreuzung Mehringdamm/ Gitschiner Straße/ Yorckstraße (Kreuzberg): Nach einem Wasserrohrbruch gibt für mindestens drei Wochen lang „Spurreduzierungen und Abbiegebeschränkungen“. Die Verkehrsinformationszentrale empfiehlt diesen Bereich nach Möglichkeit zu meiden.
Mariendorfer Damm (Mariendorf) stadteinwärts zwischen Prühßstraße und Alt-Mariendorf: ab 8 Uhr gesperrt – bis Anfang August. Der Fuß- und Radverkehr ist von der Sperrung nicht betroffen.
Kastanienallee (Prenzlauer Berg) zwischen Schönhauser Allee und Schwedter Straße: Vollsperrung wegen Fräsarbeiten im Gleisbereich (8-16 Uhr).
Argentinischen Allee (Zehlendorf) zwischen Onkel-Tom-Straße und Teschener Weg: Bis Anfang August ist in beiden Richtungen jeweils nur eine Spur frei.
Gericht – Weil er mit Marihuana gedealt und bei Drogengeschäften auch Jugendliche als Kuriere eingesetzt haben soll, muss sich ein 23-Jähriger verantworten. 63 Straftaten werden ihm zur Last gelegt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 621).
Universität – Bevor die digitale Vorlesungszeit am kommenden Montag beginnt, informiert die TU Berlin via youtube über aktuelle Entwicklungen, drängende Fragen (Was machen Wissenschaftler*innen ohne Labor?) und Sportübungen fürs Homeoffice. #TUgetherAtHome
Berlin vor 75 Jahren – 15. April 1945: „Es ist ein unheimlich stiller Sonntag. Auf den Straßen sind kaum Menschen zu sehen, die bei dem Vorfrühlingstage im Freien Erholung suchen, obgleich neuerdings an Sonntagen sämtliche Verkehrsmittel von allen ohne besondere Genehmigung benutzbar sind. Es liegt eine bleierne Schwere über den Seelen der Berliner. (…) Wenn alles gut geht, kann man keinem Menschen bis in sein Innerstes sehen, wenn aber Notzeiten kommen, dann zeigen bald alle ihr wahres Gesicht. So ist es auch in der Politik. Zuerst haben sie dem deutschen Volke das Blaue vom Himmel versprochen, bis sie an der Macht waren. Dann sah es plötzlich für viele Millionen ganz anders aus, worunter auch ich mit war, denn ich flog Hals über Kopf wegen politischer Unzuverlässigkeit aus Amt und Würden als Direktor der Sächs. Wohlfahrtslotterien. Dann kamen die Konzentrationslager, in denen heute noch Hunderttausende schmachten. Die Todesurteile am laufenden Band für kleinste Vergehen. Immer in der Absicht, das Volk in Angst und Bangen zu versetzen, damit es sich nicht auf sich besinnt. Jetzt muss jedes Dorf verteidigt werden, das heißt also, in Schutt und Asche gelegt werden, und so geht das fort, bis zum grauenhaften Ende! Das Volk sieht diesen Wahnsinn, aber es kann immer noch nichts dagegen tun, denn wenn sich irgendwo Menschen zusammenrotten würden, käme die SS und würde erbarmungslos auf die eigenen Volksgenossen schießen, bis sie alle als blutige Knäuel am Boden lägen! So weit sind wir gekommen, dass das ganze Deutschland nur noch einem Zuchthaus gleicht oder auch einer Irrenanstalt.“
An dieser Stelle lesen Sie bis zum 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai Auszüge aus den Tagebüchern des Berliner Verlegers Curt Cowall.