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Schwimmen im Spreekanal: Demo gegen das Badeverbot in Berliner Flüssen
Die Spree und der Landwehrkanal sind für Badende eigentlich tabu. Jetzt protestieren Aktivisten mit einer Schwimmaktion gegen das seit 100 Jahren geltende Verbot in Berlins Flüssen. Von Stefan Jacobs.
Foto: Imago / Schöning
Wenn Sie das Wetter nutzen wollen, um an extravagantem Ort eine Runde zu schwimmen: Der Flussbad-Verein lädt für morgen (ab 17 Uhr am Schinkelplatz) zur nächsten Mitschwimm-Demo gegen das seit 100 Jahren bestehende Badeverbot für die Stadtspree. Angesichts des Wetters stehen die Chancen gut, dass die Demo nicht – wie mehrere zuvor – verschoben werden muss: Bei kräftigem Regen schwemmt die innerstädtische Mischkanalisation regelmäßig Dreck in gesundheitsgefährdender Menge in die Gewässer.
Dieses Problem betrifft auch den Landwehrkanal (in dem Baden auf ganzer Länge verboten ist). Der ist momentan allerdings dicke Wasserlinsensuppe, grün wie eine Tartanbahn. Den Fischen kann die Extraportion Entengrütze auf der Oberfläche sogar guttun, weiß Wildtierexperte Derk Ehlert: Sie dämpft die Erwärmung des Wassers, die dessen Sauerstoffgehalt sinken lässt.