Kartellbehörde ermittelt gegen Berliner Reedereien

In Berlin bahnt sich eine Spreeschlacht an: Die Landeskartellbehörde ermittelt nach Checkpoint-Informationen gegen große Berliner Reedereien – sie stehen im Verdacht, Konkurrenten zu versenken, indem sie ihnen den Zugang zu Anlegestellen verweigern. Politisch pikant wird die Sache dadurch, dass die klagenden Anbieter auf Elektroantrieb setzen – und damit dem Parlamentsbeschluss „Saubere Schiffe, saubere Spree“ (2018) entsprechen. Aber ausgerechnet die Wasserbehörde unter der Verantwortung von Umweltsenatorin Regine Günther hat die Angelegenheit bisher im Sinne der traditionellen Schiffer mit ihren „Ewigkeits-Pachtverträgen“ verschleppt. Die betroffenen Mitglieder des Berliner Reederverbands müssen jetzt bis zum 17. März beim Kartellamt Schiffsmeldung erstatten.