„How to be happy in Berlin“, Teil II

Wir schauen noch mal in die Lockdown-Lektüre „How to be happy in Berlin“ von 1929 (CP v. 11.12.) – Autor John Chancellor beschreibt den perfekten Weg, wie sich Neuberliner schnellstmöglich anmelden können:

Um den dornigen Pfad des offiziellen Berlins zu ebnen, muss man die Sprache ignorieren. Spricht man in Paris kein Französisch, ist man verloren. Der Pariser fonctionnaire schüttelt die Schulter und bittet dich Platz zu nehmen, und erwartet, dass man dort so lange sitzt, bis man die Sprache erlernt hat. In Berlin ist das ganz anders. Wenn man versteht, worüber sie reden, oder sie wissen lässt, dass man versteht, wird man so fürchterlich in Bürokratie verstrickt, bis man nach Stunden blass und verschwitzt wieder daraus hervorkommt. Wenn man aber höflich lächelt und jedes Mal, wenn man etwas gefragt wird, mit dem Kopf schüttelt, ob man es nun versteht, oder nicht, haben sie nach fünf Minuten genug von einem, stempeln die Dokumente mit lila Adlern und schicken dich fort.“