Neuer Eigentümer der „Berliner Zeitung“ kritisiert Berliner Politik als „reaktionär provinziell“

Holger Friedrich, neuer Eigentümer der „Berliner Zeitung“, hat dem „Spiegel“ gesagt, was er von Berlin hält:

Die Stadt ist einerseits offen, andererseits viel provinzieller als in den Neunzigerjahren. Fast schon reaktionär provinziell. Es gibt eine rigide Verkehrspolitik und gleichzeitig hohe Pkw-Zulassungszahlen. Es gibt die teuersten Schulplätze und schlechte Bildungsergebnisse. Es gibt eskalierende Mieten und planwirtschaftliche Lösungsansätze. Das ist eine Art Staatsversagen. Die Möglichkeiten sind riesig und die Lösungen winzig. Das ist ein Grund, warum unsere Kinder Berlin verlassen.“

Politiker wollte Friedrich nach eigenem Bekunden nie werden, seine Begründung: „Dann darf man nicht mehr das Auto fahren, das man will. Man muss billige Schuhe tragen. Ich will frei entscheiden können, was ich anziehe.“