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Personelle und finanzielle Gründe: Galvaniseur-Innung Berlin-Brandenburg-Dresden wird aufgelöst
Niemand will sich ausbilden lassen. Ein Meister steht nicht zur Verfügung. Ein Handwerk droht auszusterben. Von Stefan Jacobs
Foto: imago / Zoonar
Dem Galvaniseur ist nichts zu schwör – aber das eigene Aussterben kann er offenbar nicht verhindern: „Die Galvaniseurinnung Berlin-Brandenburg-Dresden wird aus personellen sowie daraus folgend aus finanziellen Gründen zum 30. April 2024 aufgelöst“, steht im Amtsblatt. Dazu eine Handynummer, unter der sich Ralf Zapke meldet, Geschäftsführer seit 2015. „Die Handwerksbetriebe sterben aus“, sagt der 66-Jährige am CP-Telefon. „Wir sind noch acht Mitgliedsbetriebe. Es gibt keine Meister, die das übernehmen wollen, und niemanden, der sich als Geselle ausbilden lässt.“ Den letzten von der Innung mitfinanzierten Meisterkurs habe man in der Coronazeit „mit Hängen und Würgen“ zu Ende gebracht. Fürs Weiterleben der Innung müsste man die Beiträge erhöhen, aber „dann wären von acht Betrieben wahrscheinlich noch fünf übrig“. Was bleibe, sei der Ruhestand für ihn und die Industriegalvanik bei Konzernen.