S-Bahn ändert Schwarzfahrer-Regel bei technischem Defekt
Wenn der Senat aus dem Holz von Meister Geppetto geschnitzt wäre, hätte Staatssekretär Ingmar Streese heute die längste Nase – und das kam so: Im Tagesspiegel hatte Jost Müller-Neuhof am 5.3. beschrieben, wie die S-Bahn ihre treuesten Fahrgäste als Schwarzfahrer behandelt, wenn die Kontrolleure Probleme beim Auslesen des Chips haben (im vergangenen Jahr wurden 2500 Kundinnen und Kunden mit „defekter Zeitkarte“ registriert). Am 11.3. fragte FDP-MdA Stefan Förster den Senat, ob dies zutrifft. Am 23.3. antwortete Streese (DS 18/26977) „Dies ist nicht zutreffend.“ Nun, nicht zutreffend ist allein diese Aussage, denn die S-Bahn teilte jetzt mit: Sie ändert das Verfahren wegen der Kritik und macht es künftig so wie die BVG – kulant bei technischen Fehlern anstatt einschüchternd und stigmatisierend (mehr dazu hier).