Historischer Tiefstand bei Gefangenen

Spekulativer Leerstand oder Weihnachtswunder? Berlin hat am 23. Dezember 2020 erneut einen historischen Tiefstand bei der Gefängnisbelegung erreicht. In den Justizvollzugsanstalten saßen an diesem Tag nur 3219 Gefangene und damit noch weniger als während des ersten Lockdowns ein. Das erfuhr der Checkpoint aus der Justizverwaltung.

Das liegt wohl vor allem daran, dass Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) wie im Frühjahr die Ersatzfreiheitsstrafe ausgesetzt hatte. Das wurde jetzt bis zum 4. März verlängert. Schwarzfahrer, die ihre Bußgelder bislang nicht zahlen konnten (oder wollten), haben jetzt noch knapp acht Wochen Zeit, ihre Schulden zu zahlen – ansonsten wird die Haft vollzogen.