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Mit Schnapsidee für Kifferschilder: Neuköllner CDU fordert Hinweisschilder auf Cannabis-Verbotszonen
Neuköllner CDU fordert Hinweisschilder auf Cannabis-Verbotszonen
Diese sollen anzeigen, wo kein Cannabis konsumiert werden darf. Also in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder überhaupt Minderjährigen. Entstehen würde wohl ein Schilderwald. Von Lorenz Maroldt
Die Neuköllner CDU fordert per BVV-Antrag 1272/XXI, im Bezirk „umgehend geeignete Hinweisschilder auf Zonen gemäß den Vorgaben aus dem Cannabis-Gesetz aufzustellen, in denen kein Cannabis öffentlich konsumiert werden darf“ – das wäre also in der Nähe von Personen unter 18 Jahren sowie in einem Abstand von unter 100 Metern zu Schulen, Kitas, Jugendzentren, Spielplätzen, Sportplätzen, Freibädern und auch zwischen 7 und 20 Uhr in Fußgängerzonen. Mit anderen Worten: praktisch überall. Nüchtern betrachtet ist das also eine ziemliche Schnapsidee (offenbar von Schildbürgern) – zumal in Neukölln dann zwischen den hunderten Zonen mehr Cannabisschilder herumstehen würden als Kiezblock-Poller in Mitte, Kreuzberg-Friedrichshain und Pankow zusammen. Ohnehin lässt sich es angesichts der komplizierten Gemengelage kaum ordnungswidrigkeitsfrei kiffend durch den Kiez spazieren. Deshalb unser Tipp: Machen Sie’s wie die Amis, die keinen Alkohol offen auf der Straße mit sich herumtragen dürfen: Packen Sie das Zeug einfach in die Tüte.
Aber mal angenommen, der Antrag ginge durch – wie ließen sich solche Schilder gestalten,um das ständige An und Aus wenigstens etwas heiterer zu gestalten? Wie wäre es mit verschiedenfarbigen Smileys (Zusatzangaben wie auf der Autobahn: „Nur noch 100 Meter – wir danken für Ihr Verständnis“)? Oder „Vorsicht! Sie betreten eine hazefreie Zone!“. Vielleicht „Bubatz muss leider draußen bleiben“? Und als Piktogramme lachende und weinende Kinder, pardon: Kiffer? Wir freuen uns auf Ihre Ideen, auch Zeichnungen sind herzlich willkommen (unsere Adresse: checkpoint@tagesspiegel.de). Und einen Überblick der Verbotszonen finden Sie hier (Trigger-Warnung: sieht aus, als hätte ganz Berlin Masern – vorsichtshalber nicht anfassen!).