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Google löscht Gedenkstätte für Nazi-Arbeitslager aus Kartendienst: Warum hat der Tech-Riese das „Durchgangslager Berlin-Ost“ kommentarlos entfernt?
Im Februar 2019 hatte Uwe Keller einen neuen Berliner Erinnerungsort auf Google Maps angelegt. Nun ist der Ort aus dem Kartendienst gelöscht worden. Was soll das? Von Christian Latz und Thomas Lippold
Sowjetische Frauen als zwangsverpflichtete „Ostarbeiterinnen“ im Durchgangslager Wilhelmshagen (Propagandabild, 1942). Foto: bpk / Deutsches Historisches Museum / Gerhard Gronefeld
„Gedenkstätte Arbeits-Durchgangslager Berlin-Ost (1942-1945)“: So lautete der Titel, unter dem Tagesspiegel-Leser Uwe Keller im Februar 2019 einen neuen Ort auf Google Maps an der Fürstenwalder Allee 401 anlegte. Der Eintrag erinnerte an ein Lager, von dem aus zwischen 1942 und 1945 Zwangsarbeiter aus Osteuropa an Berliner und Brandenburger Betriebe verteilt wurden.
Doch jetzt ist es vorbei mit der Erinnerung. Am 31. Oktober erhielt Keller von Google die Info, dass der Ort aus dem Kartendienst entfernt wurde. Eine detaillierte Begründung erfolgte nicht. Auf Checkpoint-Anfrage teilte der Tech-Konzern mit, dass man die Löschung prüfe, sich jedoch nicht zu Einzelfällen äußern könne. Wir werden wieder dran erinnern.