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Gedenken an Opfer rassistischer Gewalt: Vorplatz am Bahnhof Berlin-Lichtenberg wird nach Eugeniu Botnari benannt
Botnari war 2016 verstorben, kurz nachdem ihn der örtliche Supermarkt-Leiter zusammengeschlagen hatte. Das Bezirksamt benennt nun den Vorplatz nach dem Moldauer. Von Robert Ide.
Foto: imago/schöning
In Lichtenberg war lange kein sicherer Platz für fremde Menschen. Inmitten der Wendewirren vor gut 30 Jahren besetzte hier die organisierte Neonazi-Szene Häuser und legte sogar Waffenlager an, wie zuletzt Neonazi-Aussteiger Ingo Klier im Tagesspiegel-Interview berichtete. Auch zwischen den Hochhausblocks am einstigen DDR-Fernbahnhof Lichtenberg trafen sich oft Rechtsextreme und schüchterten Ausländer und Linke ein. Im Herbst 2016 wurde der Moldauer Eugeniu Botnari Opfer einer rassistischen Gewalttat, er wurde in einem Discounter am S-Bahnhof Lichtenberg vom Filialleiter aus Fremdenhass brutal zusammengeschlagen. Der schon zehn Jahre in Berlin lebende Moldauer, der keinen festen Wohnsitz und keine Krankenversicherung hatte und deshalb zunächst nicht zum Arzt ging, starb einige Tage nach dem Übergriff an den Folgen seiner Verletzungen. Nun wird der lange von vielen gemiedene und bis jetzt namenlose Platz vor dem Bahnhof Lichtenberg nach Eugeniu Botnari benannt. Das hat nach der Bezirksverordnetenversammlung auch das Bezirksamt beschlossen. Lichtenberg ändert sich sichtbar. Und wird damit für viele sicherer.