Bundesländer widersprechen: Hauptstadtzulage könnte noch kippen
Haste ma 'ne Mark? Kaum irgendwo verdienen Landesbedienstete so schlecht wie in Berlin. Der Senat hatte deshalb 2019 die sogenannte Hauptstadtzulage beschlossen: 150 Euro im Monat für die 130.000 Mitarbeiter der Berliner Verwaltung sollte es geben, im November würde das erste Mal ausgezahlt. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hat das jetzt abgelehnt, der Senat steckt in der Klemme: Entweder die Landesbediensteten (und: Personalräte, Gewerkschaften, Bematenbund) gegen sich aufbringen oder im schlimmsten Fall aus der TdL verstoßen werden. Letzteres wäre immerhin nichts Neues für die Hauptstadt: Von 1994 bis 2013 war Berlin nicht Teil der TdL, weil der Senat darauf bestanden hatte, im ehemaligen Ost-Berlin die Entgeltregelungen für Westdeutschland anzuwenden. Was fast genauso unfair klingt, wie die Bezahlung der schlecht bezahlten Landesbediensteten ein wenig zu verbessern.