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Ex-Bürgermeister zu Berliner Koalitions-Sondierungen: „Entweder Giffey knickt ein, oder sie geht als Märtyrerin“
Neuköllns früherer Bürgermeister Heinz Buschkowsky sieht die SPD-Spitzenkandidatin bei der Wahl der Koalitionspartner in einer Zwickmühle – mit offenem Ausgang. Von Lorenz Maroldt
Franziska Giffey (SPD), Spitzenkandidatin für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, spricht nach einer Sitzung des SPD-Landesvorstands nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus vor dem Kurt-Schumacher-Haus. Foto: Christophe Gateau/dpa
Heute beginnen die Koalitions-Sondierungen in Berlin – die SPD spricht zuerst mit den Grünen, dann mit den Linken, und am Montag sind CDU und FDP dran.
Heinz Buschkowsky, grummelnder Ex-Bürgermeister von Neukölln und dort Vorgänger von Franziska Giffey, hält einen vorzeitigen Abgang der SPD-Spitzenkandidatin für möglich: Giffey und die Berliner SPD seien „zwei verschiedene Paar Schuhe“ – mit den Linken würde sie nie koalieren, die Partei wiederum nicht mit der FDP. „Entweder Giffey knickt ein, oder sie geht als Märtyrerin.“ Wer dann ins Rote Rathaus stürmt, ist für Buschkowsky längst ausgemacht: Raed Saleh. „Ich glaube, er denkt darüber schon nach, wie er sich mit welcher Bewegung die Amtskette umhängt.“ (Q: Berliner Rundfunk 91.4)
Die SPD-Fraktion wählte gestern aber Saleh erst mal wieder zu ihrem Vorsitzenden (32 von 35 Stimmen). Und nebenan bei der CDU bekam Kai Wegner das größte Büro und den Chefwagen zugesprochen (24 von 29). Sein Vorgänger Burkard Dregger verpasste den Einzug ins Abgeordnetenhaus – die Wähler ersparten der CDU somit den ersten Postenärger.