Geschäftemacherei mit möbliertem Wohnen

Die befristete Vermietung möblierter Apartments nach dem schamlosen Vorbild der landeseigenen „Berlinovo“ (Aufsichtsratsvorsitz: der Finanzsenator) schlägt ein immer größeres Loch in den Mietendeckel.

Beispiel 1: Die mit Mitteln der IBB (Verwaltungsratsvorsitzende: die Wirtschaftssenatorin) gepamperte Vermittlungsfirma „Wunderflats“ preist das „Zeitwohnen“ als „beste Alternative bei rechtlicher Unsicherheit“: Wird das Gesetz vom Verfassungsgericht gekippt, „können Sie bei jeder Neuvermietung schnell reagieren“.

Beispiel 2: In der Braunschweiger Straße 21 (Neukölln) baut die Firma Cresco Real Estate nicht etwa dringend benötigte Wohnungen zu halbwegs erträglichen Preisen, sondern in einem Siebenstöcker 280 möblierte Mini-Apartments zu Mondpreisen.

Beispiel 3: Solche Apartments werden trotz Mietendeckels (der auch für diese Wohnform gilt) am Frankfurter Tor und in der Helmholtzstraße für 35 Euro pro qm angeboten und in der Driesenerstraße für 38 Euro pro qm – auf Englisch fürs internationale Publikum.