Zum Krieg gegen die Ukraine

Ein „Spiegel-Interview“ mit Wolodymyr Selenskyj gefährdete gestern die ohnehin brüchige deutsch-ukrainische Freundschaft. In einer ersten Version sagte der Präsident angeblich über Kanzler Scholz: „Ich muss ihn zwingen, der Ukraine zu helfen und ihn ständig überzeugen, dass diese Hilfe nicht für uns ist, sondern für die Europäer.“ Große Aufregung, dann stellt sich heraus: ein Übersetzungsfehler.

Im ukrainischen Original fehlte im ersten Teil des Satzes das Personalpronomen ‚ihn‘ vor dem Verb ‚zwingen‘, deshalb haben wir diesen Satz im Sinne einer genaueren Übersetzung nachträglich geändert“, teile das Magazin später mit. Und so heißt es jetzt: „Ich muss Druck machen, der Ukraine zu helfen und ihn ständig überzeugen, dass diese Hilfe nicht für uns ist, sondern für die Europäer.“