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Lobeshymne im Lokalnewsletter: Gescheiterter BER-Chef Schwarz in Münster umjubelt
Kurz vor Abflug in die Rente sammelt Ex-BER-Chef Rainer Schwarz Lob statt Spott: Ein Lokalnewsletter würdigt Geschäftsführer des Flughafens Münster-Osnabrück für seinen „Management-Erfolg“. Von Lorenz Maroldt.
Foto: Bernd Settnik / dpa / lbn
Was macht eigentlich Rainer Schwarz? Sie erinnern sich, das war der BER-Chef, der an der Fachhochschule Wildau über gelungenes Flughafenmanagement dozierte und Golfen war, während auf seiner Milliardenbaustelle alles drunter und drüber ging – bis zur legendären Last-Minute-Eröffnungsverschiebung 2012. Seit fast neun Jahren arbeitet Schwarz jetzt am Flughafen Münster-Osnabrück – und kurz vor seinem Abflug in die Rente setzt ihm der Lokalnewsletter „Rums“ ein Denkmal in Form einer Kolumne:
„Diesen Manager hätte der FMO ohne das BER-Desaster nie bekommen können, es war gewissermaßen ein Transfer wie der eines nach schwerer Verletzung genesenen Florian Wirtz zu Preußen Münster.“ Interessant! Wir hatten den BER-Chef eigentlich eher in der Position des Barons von Münchhausen in Erinnerung. Doch „Rums“-Autor Michael Jung schreibt, Schwarz habe den Flughafen erfolgreich saniert, in engem Einvernehmen und ohne Konfrontation mit der Belegschaft: „Das spricht alles in allem für einen glänzenden Management-Erfolg.“ Schön! Dann wissen wir ja endlich, wohin wir die Rechnung über 3037 Tage Eröffnungsverschiebung à 1 Mio. schicken können.