"Platz der Weißen Rose" statt Wallfahrtsort für Neonazis

Demokratischer Widerstand. Wo sich einst Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß umbrachte, marschierten lange Zeit jährlich tausende Neonazis. Immer um den 17. August herum, immer an diesem namenlosen Flurstück an der Spandauer Wilhelmstraße vorbei - vor dem ehemaligen Kriegsverbrechergefängnis. Ab heute soll dieser Ort "Platz der Weißen Rose" heißen. Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank, der die Idee dazu hatte, will den Ort künftig pädagogisch nutzen und den Neonazis ihren Wallfahrtsort nehmen: "Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen, die Weisse Rose lässt Euch keine Ruhe!"