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Wundersame Tierwelt von Berlin: Die seltene Sumpfohreule, fehlende Goldschakale und überfütterte Enten machen Schlagzeilen
Wilde Tiere hat Berlin in rauen Mengen zu bieten – darunter eine verunfallte Eule, die sich auf dem Weg der Besserung befindet. Probleme macht hingegen weiter die illegale Fauna-Fütterung. Von Lotte Buschenhagen
Am Weißen See in Berlin wird diese Ente auf der Suche nach Futter fündig. Foto: ddp
Wir unterbrechen für einen Blick in Berlins wundersame Fauna:
+Berlin will Enten füttern! In den letzten drei Jahren wurden in der Hauptstadt 37 Fälle der illegalen Wildtierfütterung erfasst. Die kann mit bis zu 5000 Euro geahndet werden – ist den Berlinern aber offensichtlich wumpe, zumindest am Lichtenberger Fennpfuhlpark: Die neuen Schilder zum Fütterungsverbot haben zu „keiner Abnahme der Fütterung von Enten geführt“, schreibt der Bezirk auf Anfrage (Dennis Haustein, CDU). Weil die Schilder auch noch laufend beschädigt würden, würden am Teich künftig keine neuen mehr aufgestellt.
+Berlin hat keinen Goldschakal! 2023 wurde zwar ein Exemplar im Berliner Verkehr totgefahren, doch Familie scheint es nicht gehabt zu haben. Es „liegen keine Nachweise über das Vorkommen des Goldschakals auf Flächen des Landes Berlin vor“, schreibt der Senat auf Nachfrage von June Tomiak (Grüne). Zwar rechne man mit einer weiteren Ausbreitung des Verwandten von Wolf und Fuchs in Deutschland, doch „Verdrängungen von Füchsen durch den Goldschakal sind in Berlin nicht zu erwarten“.
+ Berlin lässt das Licht aus! Weil sie gegen eine Fensterscheibe geprallt ist und danach eine Augenentzündung und Hämatome am Körperchen hatte, hat der Nabu gerade eine „seltene Sumpfohreule“ gesund gepflegt. „Durch hell erleuchtete Fenster und Straßen verlieren Vögel die Orientierung und kollidieren dann mit Gebäuden oder Autos“, schreiben die Naturschützer. Daher bitte Licht aus, wenn es geht. Gute Nachricht: Die gebeutelte Eule ist wieder fit und wurde in die Freiheit entlassen.