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Nicht stattfindender Warnstreik: Berliner S-Bahn verbreitet Optimismus – und streicht Fahrten, weil Personal fehlt
Der große Streik bleibt vorerst aus und die S-Bahn will „weitestgehend regulär“ fahren. Die Fahrgäste müssen dennoch mit Zugausfällen rechnen. Von Stefan Jacobs.
Foto: Thilo Rückeis TSP
Nach der Absage des bis Dienstagabend angesetzten Streiks geht die S-Bahn laut ihrer Homepage davon aus, „dass in den nächsten Tagen unsere S-Bahnen weitestgehend regulär fahren werden“. Das unterscheidet sie von manchen Stammkunden. Gestern wurde „wegen kurzfristigem Personalausfall“ die S45 gekürzt, und die S75 fuhr zwischen Springpfuhl und Wartenberg nur alle 40 Minuten. Gemessen an den immensen Einschränkungen während und nach Selenskyjs Besuch waren diese Ausfälle allerdings harmlos.
Die Verkehrsinformationszentrale überraschte derweil ihre mehr als 30.000 Follower auf Twitter am Sonntag um 15.15 Uhr mit dem Hinweis auf den großen EVG-Streik. Da hatte offenbar vor dem Wochenende jemand noch ein gutes Werk tun wollen und am Freitag den Versand der Warnung programmiert. Die Bahn wiederum teilte auf Tsp-Anfrage mit, dass bereits stornierte Tickets nicht mehr verwendet werden können. Wer also nun doch verreisen will, muss sich ein neues (in der Regel teureres) Ticket kaufen. Und: Viele Fernzüge werden am Montag wohl ausfallen.