Vorschlag zur Entmilitarisierung von Kreuzberg
In Kreuzberg wird ohnehin mehr Sternburger, pardon, „Sterni“, getrunken als spanisches Bier. Apropos Kreuzberg: Woher hat eigentlich der Bezirk, dessen politische Mehrheitsführer preußische Generäle wie Yorck, Blücher und Gneisenau von den Straßenschildern tilgen wollen (hier dazu eine Geschichte von Kerstin Decker), seinen eigenen Namen? Richtig: Vom Eisernen Kreuz auf Schinkels Nationaldenkmal im Viktoriapark, das König Friedrich Wilhelm III. errichten ließ in Gedenken an die gefallenen Soldaten der Befreiungskriege, an denen – na wer? Richtig: Yorck, Blücher und Gneisenau beteiligt waren. „Den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung“, heißt es in einer Inschrift. Da ist es wohl am besten, gleich den ganzen Bezirk umzubenennen: in Sterniberg.