Kuriose Testerlebnisse in Berlin

Nicht nur beim Testen erwecken einige Zentren keinen seriösen Anschein. Auch im Umgang mit den Test-Daten gibt es Ungereimtheiten. Von Lorenz Maroldt.

Kuriose Testerlebnisse in Berlin
Foto: imago images/Müller-Stauffenberg

Und die Erlebnisse dort sind manchmal echt kurios.

Beispiel 1: Am Gendarmenmarkt wurden am Wochenende gestempelte und unterzeichnete Bescheinigungen verteilt, inklusive Namen und Datum – das gewünschte Ergebnis konnten die Getesteten dann selbst ankreuzen (Achtung, bitte daran denken: negativ ist positiv, und positiv ist negativ).

Beispiel 2: Am Otto-Weidt-Platz (Europacity) bietet ein Späti „kontaktlose“ Tests an, und das geht so: Einfach vor Ort anmelden - und fünf Minuten später hat man noch vor dem Test ein Negativtestat auf dem Handy. Magic!

Kontrolliert werden die Testzentren kaum – und die Abrechnung (allein in Berlin wurden bereits mehr als 5,2 Mio Tests gemeldet) erfolgt ungeprüft (CP v. 18.5.). Doch damit nicht genug: Auch die Erklärung von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Betreiber müssten ihre Unterlagen bis Ende 2024 aufbewahren, stimmt nicht überein mit den Angaben auf manchen Zertifikaten – dort steht: „… speichern wir Ihre Daten für 30 Tage. Danach werden diese von uns elektronisch als auch physisch entsorgt.“ Zum Wegwerfen komisch.